Federrate, ein wichtiger Bestandteil

Die Stoßdämpferfeder trägt zum größten Teil das Gewicht des Fahrers. Für die Funktion des Fahrwerks ist es sehr wichtig, daß Du die richtige Feder für Dein Körpergewicht montiert hast.

Die meisten Hersteller gehen von einem Fahrergewicht von 75kg aus und verbauen serienmäßig die entsprechenden Federn. Solltest Du leichter oder schwerer sein, brauchst Du härtere oder weichere Federn. Welche für Dein Gewicht passen, findest Du im Handbuch Deines Motorrads.

 

Moto-Cross, Sport-Enduro:
Im serienmäßigen Zustand sind Motorräder normalerweise auf ein Fahrergewicht von 75kg (incl. Bekleidung) ausgelegt.
Ist der Fahrer schwerer oder leichter, müssen härtere bzw. weichere Federn eingebaut werden.
In den meisten Fällen sind die passenden Federraten im Handbuch angegeben.
Falls das nicht so ist, kann man mit folgender Formel einen Anhaltspunkt für die richtige Federrate berechnen:

Gabelfedern:
Richtige Federrate = (0,02 x Fahrergewicht) + (Serienfederrate – 1,5)

Dämpferfedern:
Richtige Federrate = (0,4 x Fahrergewicht) + (Serienfederrate – 30)

Hier ein Beispiel:
Seriengabelfeder 4.8 N/mm (paßt für Fahrer mit 75kg)
Seriendämpferfeder 69 N/mm (paßt für Fahrer mit 75kg)
Fahrergewicht ohne Kleidung 85kg

Die richtige Gabelfeder wäre dann:
5 N/mm = (0,02 x 85kg) + (4,8N/mm – 1,5)

Die richtige Dämpferfeder:
73 N/mm = (0,4 x 85kg) + (69N/mm – 30)

Da es Federn nur in bestimmten Abstufungen zu kaufen gibt, wählst Du die Feder, die Deiner Berechnung am nächsten kommt.

Für das Erste, solltest Du neue Feder genauso weit vorspannen, wie die Alte.
Ggf. kannst Du die Vorspannung, nach einem Fahrtest, anpassen.

Die o.g. Formel funktioniert nur bei linearen Federn.
Bei progressiven Federn läßt sich diese Formel nicht ohne weiteres anwenden.

Ob progressive Federn verbaut sind, kann man an der Federkennung erkennen.
Progressive Federn werden mit einem Bereich angegeben, z.B. 58 – 74 N/mm.

Quelle